Die Krise zu überwinden


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27 Nov
27Nov

Am 27 Oktober 2019 | Markus 8,1-9 

1. Heute versammeln wir uns hier als Christen, die an Jesus Christus glauben. Dieser unser Glaube ist der Grund für unsere Zusammenkunft. Die beiden Lesungen, die wir gehört haben, können uns sicherlich helfen, wenn es darum geht, diesen Glauben zu vertiefen. Die Texte aus der heiligen Schrift heute bieten auf der einen Seite eine inspirierende Grundlage für eine Reflexion über die Eucharistie, aber sie sind auf der anderen Seite auch ein Aufruf zur Solidarität mit anderen. 

2. Als erster Punkt ist der Berufungsaspekt zu nennen. Die Berufung muss allem anderen vorausgehen, denn Jesus hat heute im Markusevangelium seine Solidarität mit uns Menschen dadurch begonnen, dass er seine Jünger berufen hat. (Mk 8,1). Jesus rief seine Jünger auf, sich zu versammeln, weil es eine Krisensituation um ihn herumgab und er wusste, dass viele Menschen keine Nahrung hatten. Die Jünger waren aufgerufen, die Krise zu überwinden. 

3. Der zweite Aspekt, der im Markusevangelium gezeigt wird, betrifft ein Herz, das von Barmherzigkeit getrieben ist. Dieses liebevolle Herz ist kein blindes Herz, sondern ein Herz, das die Kraft hat, die Realität im Detail und kritisch zu sehen. Heute lernen wir von Jesus, wie man sein Herz öffnen kann. Erst ein offenes Herz kann die Realität um sich herum sehr deutlich sehen. Stellen Sie sich die Aussage Jesu vor, nachdem er gesagt hat, dass sein Herz durch Barmherzigkeit bewegt war. Er sagte: „Bereits drei Tage sind sie mir gefolgt und sie haben kein Essen.“ Jesus sieht die Situation nicht nur kritisch, sondern er hat auch einen vernünftigen Grund, warum sein Herz mitfühlend ist. Wenn sie mit Hunger nach Hause zurückkehren würden, würden sie auf der Straße zusammenbrechen, weil einige von weit herkamen. 

4. Drittens geht es Jesus um das Leben anderer, ihre Errettung und auch um ihre Zukunft. Die grundlegenden Optionen, die im heutigen Evangelium gezeigt werden, haben alle in irgendeiner Weise mit Verantwortung zu tun. Wir alle sind aufgerufen, für das Leben und die Sicherheit anderer verantwortlich zu sein. 

5. Viertens geht es um Kommunikationsaspekte. Die Kommunikation, auf die ich mich hier beziehe, ist die Kommunikation Jesu. Diese gute Kommunikation zeigte Jesus selbst zuerst mit seinen Jüngern. Die Kommunikation, die Jesus aufgebaut hat, bezieht sich auf die Suche nach Lösungen. Wie können wir anderen helfen? Wie können wir diesen Hungrigen Nahrung geben? Der fünfte Aspekt betrifft die Danksagung Jesu. Diese Dankbarkeit richtet sich nicht nach der Menge dessen, was wir haben, sondern geht auch aus der Aufrichtigkeit hervor, mit der wir anderen etwas geben. Wir sind also nicht nur dankbar dafür, dass wir etwas erhalten haben, sondern auch, weil wir anderen etwas geben können. 

6. All diese Aspekte zusammen führen uns zu einer „celebratio“. Das lateinische Verb celebrare hat drei Bedeutungen: feiern, verherrlichen und besuchen. Beim Wort celebrare im Sinne von Feiern geht es um eine Feier, an der viele Menschen teilnehmen. Heute versammeln wir uns, um das Miteinander Jesu mit seinen Jüngern zu feiern. Ein Miteinander, das nicht nur als Versammlung Jesu mit seinen Jüngern gefeiert werden soll, sondern bei dem er auch als Gastgeber für die hungrige Menge gefeiert werden soll. 

7. Celebrare im zweiten Sinne heißt verherrlichen. Wir versammeln uns hier nicht nur, um zu lernen zu geben, wie Jesus gegeben hat, sondern wir müssen auch Menschen sein, die Gott verherrlichen können. Wir verherrlichen Gott, weil wir erkennen, dass Gott uns Talente und, Fähigkeiten gegeben hat, die uns sogar bis zu diesem Moment zuteilwerden und auch weiterhin. So wird der Herr immer wieder neu verherrlicht. Celebrare im dritten Sinne bedeutet „besuchen“. Wir versammeln uns hier nicht nur, um zu feiern und Gott zu verherrlichen, sondern wir sind auch eingeladen, andere zu besuchen. Wir sind eingeladen, z.B. Kranke zu besuchen sowie insgesamt die Menschen, die in irgendeiner Weise unsere Hilfe brauchen. Und schließlich sind wir hier versammelt, weil wir daran glauben, dass Christus mit uns ist. Wir feiern diesen ökumenischen Wortgottesdienst mit ihm, durch den wir Gott verherrlichen und uns in ihm gegenseitig besuchen und unterstützen lassen.

Ino Siagze, O.Carm

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