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15 Feb
15Feb

Suara Keheningan  Inosensius I. Sigaze

Meru ist ein Baum, der Früchte trägt. Meru-Bäume wachsen in einem tropischen Klima, aber mit einer Temperatur von 20 Grad Celsius. Ich schreibe über den Meru-Baum, weil die Fruchtzeit in Europa genau im Frühling liegt, jedes Jahr von März bis Mai. In Indonesien ist Meru vielen Menschen nicht wirklich bekannt. Nur wer die östlichste Region bewohnt, kann Meru kennen. Als Kind habe ich gerne Meru gegessen. 

Ich erinnere mich noch gut an die Hungersaison 1988 in Flores, Indonesien. In diesem Jahr erlebten wir wirklich eine Nahrungsmittelkrise. Agrar- und Plantagenprodukte scheiterten kläglich. In diesem Jahr gab es nicht viel Unterstützung von der Regierung und auch keine Hilfe aus dem Ausland. Da alle weit weg von der Stadt wohnen, mussten sie für sich selbst sorgen. 

Nun, zu dieser Zeit lernte ich als kleines Kind zum ersten Mal, Meru zu essen. Ich bin sehr glücklich, Meru mit meiner Mutter pflücken und dann reinigen zu können. Nur Mutter kann es kochen. Normalerweise wird Meru mit Bohnensorten und Gemüse gemischt und dann so gekocht, dass es wie eine Suppe wird. In diesem Gericht werden Gewürze wie Salz, Zitronengrasblätter, Limette und Chili nach Geschmack hinzugefügt. Es hat sehr, sehr gut geschmeckt. 

Seitdem ich in Deutschland lebe, lernte ich schließlich die Kirschfrucht kennen. Meru sieht der Kirsche sehr ähnlich, aber ist doch anders. Die Kirsche ist weicher und süßer, während Meru nur gekocht werden kann, wenn es in heißem Wasser gekocht wird.

Foto: Pfr. Ino 

Was ist so interessant an Meru? 

Ich interessiere mich dafür, über den Meru-Baum zu schreiben und darüber nachzudenken, weil er wirklich einzigartige Früchte trägt. Fast alle Bäume, die Früchte tragen, bringen Blüten und Früchte an jungen Zweigen hervor. Bei einem Meru-Baum ist das ganz anders, er trägt Früchte an seinem Stamm. Der Baum trägt nur Früchte an Stielen, die alt aussehen und eine bräunliche Farbe haben. Auf den Zweigen und Blättern sieht es aus, als hätte der Baum eine eigene Farbe, wie grün und gelb. 

Foto: Meru-Baum | Pfr. Ino 

Leben hat Frucht 

Der Meru-Baum gibt mir Inspiration, zeigt mir, wie ich das Leben sehen soll. Unser Leben ist eigentlich wie Meru. Je älter wir werden, desto fruchtbarer wird unser Leben. Deshalb brauchen wir es nicht zu bereuen, wenn wir so alt geworden sind, wie wir jetzt sind. 

Die Frucht unseres Lebens können wir nicht selbst sehen, aber andere Menschen können sehen, dass unser Leben fruchtbar ist. Wenn du an einem Tag deinen Nächsten anlächeln kannst, dann ist das die Frucht deines Lebens. 

Wenn du an einem Tag positive Worte sagen kannst, dann ist das die Frucht deines Lebens. Wenn du auf deinen Nächsten hören kannst, dann ist das die Frucht deines Lebens. Oder wenn du nur sagen kannst, Bleiben Sie gesund, dann ist auch das die Frucht deines Lebens. Oder wenn du nichts sagen kannst, ihn oder sie aber ruhig und liebevoll anschaust, dann ist auch das die Frucht deines Lebens. 

Wir sollten dankbar sein, dass wir im Alter noch Früchte in unserem Miteinander tragen können. Unser Leben ist wirklich bedeutungsvoll für andere Menschen. In einem privaten Gespräch mit Frau Maria Lau hat sie mir ein schönes Sprichwort gesagt: Wer auf Gott vertraut, hat nicht auf Sand gebaut. 

Foto: Pfr. Ino

Wie fruchtbar ihr Leben im Alter von 100 Jahren und 2 Monaten war. Natürlich kann jeder von uns wie ein Baum sein, der Früchte trägt, Früchte, die anderen in unseren täglichen Begegnungen eine Quelle der Freude sein können.

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