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20 Dec
20Dec

Suara Keheningan | Inosensius I. Sigaze, O.Carm

4. Adv. C | Mi 5, 1–4a | Hebr 10, 5–10 | Lk 1, 39–45

Freude, Freundlichkeit und Akzeptanz sind die Grundnoten unserer Begegnung in diesem Gottesdienst. Eine solche Atmosphäre entsteht, wenn wir versuchen, die Begegnung von Maria und Elisabeth, die ihre jeweiligen Söhne tragen, zu spüren. Sie freuen sich, weil Gottes Werk für sie getan ist und es für die ganze Menschheit gilt. Bald wird Gottes große Werk durch Maria und Elisabeth offenbar werden. Bereiten wir unsere Herzen vor und bitten wir ihn um sein Erbarmen.

1. Einmal war ich allein in dieser Kirche. Ich habe diese Kirche von vorne bis hinten, von den Seiten und vom Dach her betrachtet. Ich war überrascht, weil sich herausstellte, dass diese Kirche eine unverwechselbare Form hat. Am Fenster ist die Form von etwas sehr Kleinem deutlich zu erkennen. Ebenfalls links und rechts zeigt auch die Form der Tür eine markante Form. Die typische Form ist eine Kerze. 

2. Egal wie klein die Kerze ist, sie hat immer eine Bedeutung für die Person, die sie benutzt. Mit Hilfe einer kleinen Kerze kann man über das Licht sprechen, das einen Raum erhellt. Schon eine kleine Kerze bringt Licht in die Dunkelheit. An der vierten kleinen Kerze, die an diesem Tag angezündet wird, erkennen wir endlich, dass unsere Reise in den letzten Adventssonntag angekommen ist. Unsere Reise ist eine Glaubensreise, die mit Kerzen als Symbolen ausgedrückt wird. Eine Reise, die von dieser kleinen Kerze beleuchtet wird, ist eine einführende Idee, um der Botschaft der heutigen ersten Lesung näher zu kommen. 

3. Die Verkündigung des Propheten Micha in der heutigen ersten Lesung bezieht sich auf das Kommen des Immanuel. Die Prophezeiung beginnt mit der Geschichte der Könige der Familie Davids, die eine Geschichte des Scheiterns und der Katastrophen ist. Diese Könige haben ihrem Volk viel Leid zugefügt. 

4. Aber Gott wird einen neuen Anfang machen. Er wird seinem Volk einen Retter senden, den guten Hirten, der in der Kraft Gottes der Welt Frieden bringen wird. Und dieser Messias wird in Bethlehem, der Stadt Davids, geboren. Der Prophet Micha unterstreicht auch, dass die Nachkommen des Messias, die kommen würden, tatsächlich Nachkommen Davids sind. Für Micha ist es klar, dass die Ursprünge des Messias „in der Vergangenheit liegen“ und bis in die Ewigkeit Gottes reichen. Die Hauptaufgabe des Messias besteht darin, die Menschen mit Gottes Kraft zu schützen, zu heilen und zu retten. Wie sich herausstellt, begann das großartige Werk in einem kleinen Dorf. 

Dieses kleine Dorf bringt zum Ausdruck, dass Gott das, was klein und unwichtig in der Welt ist, für seine großen Werke verwendet kann. Für Gott ist nichts unmöglich.  Wir können jedoch nicht nur auf eine Weise über Christus sprechen. Auch eine einzelne Auslegung kann nie das Ganze erfassen. Das Neue Testament spricht in vielerlei Hinsicht von Christus: über sein Kommen auf die Erde, sein Erscheinen in Wort und Tat, seinen Tod und seine Auferstehung, über Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen, usw. 

5. Der Hebräerbrief sieht Christus in erster Linie als Hohepriester und zugleich als Opfergabe; Er hat uns durch seine Hingabe und Liebe bis zum Tod am Kreuz geheiligt und uns mit Gott versöhnt. Jesus kommt, um uns nicht durch die alten Verordnungen zu heiligen, sondern durch sein eigenes makelloses Blut. Seine Hingabe für uns alle ist von Anfang an das Hauptmotiv seiner Menschwerdung. 

6. Die Menschwerdung des Wortes überwindet Raum und Zeit, sogar menschliche und religiöse Grenzen. Der Begriff der Menschwerdung ist ein Schlüsselwort, um die Einheit von Gottheit und Menschheit zu verstehen. Diese Einheit von Menschheit und Gottheit geht nicht vom Menschen, sondern von Gott aus, durch die Kraft des Heiligen Geistes. 

7. Durch seine Menschwerdung und die Liebe zu allen wurde Jesus Christus zum Grund der Barmherzigkeit für alle Menschen. Die Bedeutung der Menschwerdung Gottes liegt nicht zunächst darin, dass Gott Mensch geworden ist, sondern vielmehr darin, dass der Mensch vergöttlicht wurde. „Die Begegnung ist nichts anderes als die Begegnung mit dem einen Gott, der das menschliche Fleisch in seinen Göttlichen Bereich hineingenommen hat.“ (Zitat von einem libanesischen Theologe Fadi Daou). 

8. Die Menschwerdung ist ein spiritueller Prozess, bei dem Gott ganz unterwegs ist, um der Wirklichkeit des menschlichen Lebens zu begegnen, und die Menschen so zur Göttlichkeit zu erheben. Die Begegnung von Elisabeth und Maria ist der lebendigste Ausdruck der Begegnung Gottes mit dem Menschen. Ausgehend von der Begegnung von Maria und Elisabeth können wir über unsere täglichen Begegnungen sprechen. 

Eine Begegnung, die Freude, Frieden und Akzeptanz bringt. Eine Begegnung, die das Herz vor Freude überfließen lässt. Eine spannende Begegnung, die nicht nur zum Hüpfen aufschwingt, sondern auch gelassen und reif ist für eine Entscheidung, die zu treffen ist und die dann auch wirklich getroffen werden konnte. Selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. 

9. Auf einer Fahrt von Frankfurt nach Mainz letzte Woche bin ich im Zug einem Mann mittleren Alters begegnet. Der Mann hatte viele Plastiktüten und seine Kleidung war zerfetzt, auch sein Körpergeruch war schlimm. Mehrere Leute links und rechts standen auf und wechselten die Plätze. Ich war neben ihm und zu dieser Zeit rang ich wirklich mit meiner inneren Stimme. Soll ich aufstehen und diesen Platz verlassen? Was für einen Vorteil bringt es, wenn ich ihn verlasse? 

10. Mein Herz schlägt so leise und spricht: Nein, du sollst auch dann etwas lernen zu akzeptieren, wenn die meisten Leute es nicht akzeptieren können. Du sollst lernen, die Umstände anderer Menschen zu verstehen, denn eines Tages möchtest du auch von anderen verstanden werden. Bitte lass du ihn wissen, dass von den wenigen Menschen, die ihn jetzt verlassen haben, es doch noch eine unbekannte Person gibt, die ihn hier akzeptiert hat. 

Eine Begegnung mit einer anderen Wirklichkeit, die endlich Frieden in den Herzen anderer zurücklassen kann, kann auch für den Betreffenden selbst zum Frieden führen.

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